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November
13.11.2025
Roter Teppich für Innovationen – der CyberChampions Award 2025 in Karlsruhe
Beim CyberChampions Award wurde diesmal der rote Teppich ausgerollt – für Gäste, Partner und Wegbegleiter. Doch die eigentlichen Stars des Abends standen auf der Bühne: Startups mit Ideen, die Impulse für die Zukunft setzen. Drei Teams überzeugten Jury und Publikum besonders, darunter die Firma ONINO, die ursprünglich dem Gelände des Alten Schlachthofs Karlsruhe gegründet wurde – in einem Rahmen, der zum 22. Mal zeigte, wie lebendig und kraftvoll die Innovationsszene der Region ist.„Gerade jetzt, im verschärften globalen Wettbewerb, brauchen unsere besten Teams Bühne, Netzwerk und Reichweite“ bringt Matthias Hornberger, Vorstandsvorsitzender des CyberForum e. V. die Bedeutung des Abends bei seiner Eröffnungsrede auf den Punkt. „Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck, sie beschleunigt Pilotprojekte, Partnerschaften und Markteintritte. Der Award stärkt so die Zukunftsfähigkeit unseres Technologiestandorts.“Wichtige Impulse aus den KeynotesFür einen starken inhaltlichen Auftakt sorgte Philipp Witzmann, CEO von nebenan.de – Deutschlands größtem sozialen Nachbarschaftsnetzwerk mit über zwei Millionen registrierten Nutzer:innen. Er sprach über den Übergang vom Gründerteam zu einer externen Führung, über erfolgreiche Finanzierungsrunden und darüber, wie man ein starkes Purpose-Netzwerk professionell weiterentwickelt, ohne die Seele des Unternehmens zu verlieren.Im anschließenden Interview mit Corinna Jahn (adjusted ventures), die mit großer Leichtigkeit und spürbarer Begeisterung für die Themen durch das Programm führte, zeigte Fabian Silberer, wie aus einer Idee im Keller eines der erfolgreichsten SaaS-Unternehmen der Region wurde: sevdesk. Mehr als 130.000 Kund:innen, über 200 Mitarbeitende und ein neunstelliger Exit an Cegid im Januar 2025. Silberer sprach offen über entscheidende Wendepunkte und darüber, welche Rolle das CyberForum während der gesamten Wachstumsphase spielte.Reasonance: KI für die EnergiewendeDer erste Preis (10.000 Euro, ermöglicht durch das Privatsponsoring von Florian Buzin) ging an Reasonance. Das Startup hilft Unternehmen dabei, Energieflüsse präzise vorherzusagen – ein zentraler Baustein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Energiewende. Gründer Manuel Lang brachte die Bedeutung des Abends auf den Punkt: „Der Preis ist sehr wichtig für uns. Wir wollen Unternehmen dazu animieren, Vorreiter in der Energiewende zu werden. Heute haben wir viel Anerkennung gewonnen – das freut uns sehr.“ Zur Relevanz solcher Veranstaltungen ergänzte er:„Das hier ist eine riesige Netzwerkveranstaltung. Die Unternehmen aus der Region sind da, und wir sind hier verwurzelt. In direkten Austausch zu kommen, ist für uns eine tolle Möglichkeit.“Desoltik: Kreislaufwirtschaft für ElektronikDer zweite Preis (5.000 Euro, gestiftet von init innovation in traffic systems SE) ging an Desoltik. Das Team entwickelt robotergestützte Systeme, die Mikrochips automatisiert von Leiterplatten entfernen, damit sie wiederverwendet werden können. Ein innovativer Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.Für Mitgründer Rouven Jachemich war der Abend eine wertvolle Bestätigung: „Dass wir bestärkt werden in unserer Idee und dass andere das Potenzial ebenfalls sehen – das bedeutet uns sehr viel. So ein öffentlicher Auftritt ist immer eine Chance, als Startup gechallenged zu werden.“Und auch er unterstrich, was an diesem Abend mehrfach zu hören war: „Ohne Netzwerk passiert wenig bis gar nichts. Netzwerk ist alles.“ONINO: Kapitalprozesse neu gedachtÜber den Publikumspreis (2.500 Euro, gesponsert von der Sparkasse Karlsruhe) jubelte ONINO, das den gesamten Prozess zwischen Unternehmen und Investor:innen digitalisiert, damit Kapital schneller und transparenter fließen kann. Für Alexandre Lehr war der Moment besonders: „Wir sind schon lange Teil des CyberForum. Wir haben den Accelerator durchlaufen, sind Mitglied und inzwischen sogar Sponsor. Wir pitchen eigentlich selten, weil wir meistens entwickeln. Die Anerkennung des Publikums ist unglaublich schön.“ Auf die Frage, wie wichtig die Teilnahme am CyberChampions Award ist, erklärte er: „Als Startup ist man oft allein. Hier hatten wir die Chance, in gegebene Strukturen zu kommen, und Leute kennenzulernen. Auch viele unserer Investoren haben wir hier getroffen. Solche Prozesse früh in beide Richtungen zu nutzen, also Geben und Nehmen, halte ich für entscheidend.“(Link zum Porträt: https://www.cyberforum.de/newsroom/auf-einen-kaffee-mit-alexandre-lehr-onino)Den Mentorenpreis 2025 erhielt Dirk Franke für sein wertvolles Engagement, junge Startups mit seinem Wissen und seiner Erfahrung zu begleiten.Gastgeber David Hermanns, Geschäftsführer des CyberForum, blickte zufrieden auf den Abend zurück: „Es war ein wunderschöner Abend. Die Atmosphäre, das Setting, die Organisation, die Teams, die Mentor:innen, die Moderation – alles hat zusammengepasst. Und jetzt liegt es an den Preisträgern, zu zeigen, dass sie es wert waren.“Über den CyberChampions AwardDer CyberChampions Award ist die wichtigste Auszeichnung für Startups in der TechnologieRegion Karlsruhe. Seit 2001 verleiht ihn das CyberForum e.V., Europas größtes regionales Hightech.Unternehmer.Netzwerk. mit über 1.200 Mitgliedern. Der Award bringt Gründer:innen mit Investor:innen, Mentor:innen und Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und gibt ihnen die Sichtbarkeit, die sie für ihre nächsten Schritte brauchen.
04.11.2025
Land plant neuen Innovationsgutschein „Mittelstand trifft Start-up“
„Die enge Zusammenarbeit zwischen Start-Ups und etablierter Wirtschaft ist ein entscheidender Schlüssel für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, betont Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. „Mit dem Innovationsgutschein ‚Mittelstand trifft Start-up‘ fördern wir gezielt Partnerschaften, die neue Ideen in den Markt bringen und den Technologietransfer beschleunigen.“Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus erweitert das seit 2008 bewährte Förderprogramm Innovationsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen um eine neue Gutscheinlinie. Künftig wird es neben den Gutscheinlinien „Innovationsgutschein BW“, „Innovationsgutschein Hightech BW“ und „Innovationsgutschein Start-up BW“ auch den „Innovationsgutschein Mittelstand trifft Start-up“ geben. Der „Innovationsgutschein Mittelstand trifft Start-up“ richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und unterstützt diese dabei, innovative Produkte und Dienstleistungen direkt bei Start-ups einzukaufen, um sich zu innovieren und unternehmensinterne Herausforderungen zu bewältigen.Kooperation zwischen Mittelstand und Start-ups„Baden-Württemberg ist das Land des Mittelstandes – und zugleich einer der attraktivsten Gründungsstandorte Europas, insbesondere für Hightech-Unternehmen. Wenn beides zusammenkommt – die Dynamik und Kreativität der Start-ups mit der Erfahrung und Stärke unserer etablierten Betriebe –, entsteht genau die Innovationskraft, die wir brauchen, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern“, so die Ministerin.„Innovationsgutschein Mittelstand trifft Start-up“Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft oder der Freien Berufe, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben. Es gilt eine maximale Unternehmensgröße von bis zu 250 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) und ein Vorjahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro oder eine Vorjahresbilanzsumme von bis zu 43 Millionen Euro.Der maximale Zuschuss beträgt 20.000 Euro und umfasst bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten.Die Antragstellung soll über das Förderportal der L-Bank zum 1. Januar 2026 möglich sein.Im Rahmen des Förderprogramms Innovationsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen wurden seit 2008 knapp 6.000 innovative Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 49 Millionen Euro gefördert.
Oktober
30.10.2025
Bundesweiter Solidaritätsfonds kommt: Live Music Fund
Der Live Music Fund Germany ist eine freiwillige Brancheninitiative, die sich für den Erhalt, die Vielfalt und die Zukunft der Livemusikkultur in Deutschland einsetzt. Ob Clubs, Festivals oder aufstrebende Künstler*innen – steigende Kosten und strukturelle Unsicherheiten gefährden die kreative Basis.Folgendes umfasst der Fonds, der von der Bundesstiftung LiveKultur initiiert wurde:Spenden beim TicketkaufTicket Override von Veranstalter*innen/Künstler*innenMikro-Funding aus der BrancheGeplant sind folgende Fördersäulen:Clubförderung – zur Stärkung kleiner und unabhängiger SpielstättenFehlauslastungspauschalen – als Absicherung für verlustreiche Newcomer:innen-ShowsProjekte & Perspektiven – für Inklusion, Nachhaltigkeit, Ausbildung & SichtbarkeitWeitere Informationen gibt es hier: Bundesweiter Solidaritätsfonds kommt – Kreativregion Stuttgart
16.10.2025
CO.VISION: Das Cross-Innovation-Programm für Baden-Württemberg startet
Die Herausforderungen für die Zukunft sind groß: Digitalisierung, Demokratiebildung, Resilienz, Ressourcenschutz, Sicherheit, Service, demografische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformation durch neue Technologien, Materialien oder Mobilität. Baden-Württemberg braucht Menschen und Unternehmen, die neue Wege gehen und Zukunft gestalten – kreativ, mutig, interdisziplinär. Genau hier setzt CO.VISION an: Das neue Cross-Innovation-Programm der MFG Baden-Württemberg – gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus – bringt Kreativwirtschaft, Start-ups und kleine wie mittlere Unternehmen (KMU) aller Branchen zusammen. Ziel ist es, branchenübergreifende Allianzen zu bilden, die zeigen, wie Innovation durch Kooperation funktioniert. Denn Zukunft entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen – wo Design und Gestaltung auf Ingenieurskunst, Coding und Gamedesign auf Gesundheit, Städtebau und Mobilität oder Künstler*innen auf Konzerne treffen.Der Open Call für Pioniere: Bis zum 11. Januar bewerbenBis zum 11. Januar 2026 können Unternehmen und Verbünde aus Kreativwirtschaft und Wirtschaft ihre Projektideen einreichen. Gesucht sind cross-innovative Vorhaben, die neue Lösungen für innovative Wertschöpfungsketten und die gesellschaftliche Resilienz Baden-Württembergs aufzeigen. Gefördert werden bis zu neun Pilotprojekte mit jeweils bis zu 20.000 Euro (max. 50 Prozent der Projektkosten). Doch CO.VISION bietet weit mehr als nur finanzielle Förderung: Ein begleitendes Programm mit Workshops, Netzwerkformaten und einer Abschlussveranstaltung macht die Vorhaben sichtbar – und die Beteiligten zu Multiplikator*innen einer neuen Innovationskultur.Fünf Zukunftsfelder für Baden-WürttembergDie eingereichten Projekte sollen sich in fünf Zukunftsfeldern bewegen, die das Land Baden-Württemberg als zentrale Handlungsfelder für die Wertschöpfung von morgen definiert hat:Mobilität & Transport: Kreative Ansätze für nachhaltige Mobilität, Logistik und industrielle TransformationMensch & Gesellschaft: Digitale Kreativität für Bildung, Teilhabe und ResilienzMaterialien & Ressourcen: Smarte Materialien, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige ProduktionMaschinenbau & Robotik: Menschzentrierte Innovationen und neue Schnittstellen zwischen Industrie und DesignCyber, Service, Sicherheit: Kreative Lösungen für digitale Sicherheit, Vertrauen und DemokratieDiese für das Land Baden-Württemberg zentralen Handlungsfelder für die Zukunft der Wertschöpfung bilden den inhaltlichen Rahmen für die Auswahl der geförderten Innovationsvorhaben durch die Jury. Was CO.VISION bietetCO.VISION fördert Innovation und Co-Kreation. Es bietet eine Plattform für neue Lösungen und Treiber des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels. Neben der finanziellen Förderung profitieren die teilnehmenden Unternehmen von einem umfassenden Support:Workshops zu Co-Innovation, Projektentwicklung und KommunikationZwischenpräsentationen mit Feedback von Expert*innen, Jury und StakeholdernAbschlussveranstaltung mit öffentlicher Präsentation der ErgebnisseSichtbarkeit über Social Media, Newsletter und eine professionell gestaltete ProjektdokumentationWer teilnehmen kannTeilnahmeberechtigt sind Kultur- und Kreativschaffende, Start-ups sowie Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen, die ihre Pilotprojkete partnerschaftlich umsetzen. Diese Partnerschaften können bereits bestehen oder sich im Laufe des Programms bilden. Voraussetzung: ein interdisziplinärer Ansatz, ein klar erkennbarer Anteil an Kreativleistungen und eine hohe Breitschaft für Innovation und Kooperation. Die Hauptantragstellenden müssen ihren Sitz in Baden-Württemberg haben.Beratung und Sprechstunden zu CO.VISIONInteressierte, die ein Projektvorhaben im Rahmen von CO.VISION planen oder Fragen zur Förderung, Antragstellung oder Zusammenarbeit haben, können die offenen digitalen Sprechstunden der MFG Baden-Württemberg nutzen. Die Sprechstunden finden jeweils mittwochs von 11:30 bis 12:30 Uhr über Zoom statt – an folgenden Terminen: 22. Oktober, 6. November, 20. November, 4. Dezember, 18. Dezember 2025 sowie 7. Januar 2026. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Zugangsdaten sind auf der Website von CO.VISION veröffentlicht. Für individuelle Rückfragen stehen die CO.VISION Projektleiterinnen Mira Kleine (kleine@mfg.de, Tel.: +49 (0)711-90715-341) und Verena Bächle (baechle@mfg.de, Tel.: +49 (0)711-90715-366) zur Verfügung. Die nächsten Schritte Nach Ende der Einreichfrist am 11. Januar 2026 prüft eine unabhängige Fachjury alle Anträge. Die Auswahl erfolgt Mitte Februar 2026. Anschließend starten die Projekte mit einem gemeinsamen Auftakttreffen am 2. März 2026. Das Programm läuft bis Ende 2026. Mehr Infos:Programm CO.VISION Bewerbung CO.VISIONImpulspapier Zukunft der Wertschöpfung
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