News
Oktober
06.10.2023
KI Einsatz in der Deutschen Wirtschaft – Neue Umfrageergebnisse
Bitkom Research hat im Juni und Juli 2023 über 600 Technologie-Entscheider in deutschen Unternehmen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft einen Schub erlebt. Inzwischen nutzen 15 Prozent der Unternehmen KI, vor einem Jahr waren es erst 9 Prozent. Weiterhin ist aber für 52 Prozent der Befragten der KI-Einsatz im eigenen Unternehmen kein Thema, im Vorjahr lag die Zahl noch bei 64 Prozent. Gut zwei Drittel (68 Prozent) halten KI für die wichtigste Zukunftstechnologie. Dem stehen 29 Prozent gegenüber, die in KI einen Hype sehen, der massiv überschätzt werde. Für das eigene Unternehmen sieht die große Mehrheit von 68 Prozent KI als Chance, ein Fünftel (20 Prozent) jedoch als Risiko.
Gut zwei Drittel (68 Prozent) halten KI für die wichtigste Zukunftstechnologie. Dem stehen 29 Prozent gegenüber, die in KI einen Hype sehen, der massiv überschätzt werde. Für das eigene Unternehmen sieht die große Mehrheit von 68 Prozent KI als Chance, ein Fünftel (20 Prozent) jedoch als Risiko.
Unternehmen trauen verglichen mit dem Vorjahr KI vor allem rund um Text und Sprache mehr zu. So sprechen 84 Prozent KI sehr großes oder eher großes Potenzial für Textanalyse und Textverständnis im eigenen Unternehmen zu, vor einem Jahr waren es erst 74 Prozent. Spracherkennung hat für 74 Prozent großes Potenzial (2022: 66 Prozent), für generative KI zur Erstellung von Texten, Bildern oder Musik sagen das 70 Prozent.
Die Einsicht in die Bedeutung von generativer KI schlägt sich aber noch nicht vollständig in ihrer Nutzung in den Unternehmen nieder. Aktuell setzen nur 2 Prozent generative KI zentral im Unternehmen ein, weitere 13 Prozent planen dies. Rund ein Viertel (23 Prozent) hat zwar noch keine Pläne zur Verwendung generativer KI, kann sich dies aber grundsätzlich vorstellen. Ebenso viele (23 Prozent) können sich dies aber nicht vorstellen. Und mehr als jedes dritte Unternehmen (37 Prozent) hat sich damit noch gar nicht beschäftigt.
Auch wenn ein Unternehmen keine Strategie zum Einsatz generativer KI hat, kann es durchaus sein, dass die Technologie ungesteuert und eigeninitiativ von Beschäftigten eingesetzt wird. Zwar geht die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) fest davon aus, dass dies bei ihnen nicht der Fall ist und es niemanden gibt, der generative KI für die eigene Arbeit verwendet. Weitere 23 Prozent wissen es zwar nicht genau, nehmen aber an, dass niemand aus ihrer Belegschaft ChatGPT & Co. beruflich verwendet. In 1 Prozent der Unternehmen ist diese Praxis dagegen weit verbreitet, 7 Prozent wissen von Einzelfällen und 9 Prozent sind sich nicht sicher, gehen aber davon aus, dass einzelne Beschäftigte generative KI beruflich einsetzen. Regeln gibt es dazu bislang so gut wie nicht. Nur jedes hundertste Unternehmen (1 Prozent) hat Regeln für den Einsatz von generativer KI durch einzelne Beschäftigte festgelegt, 16 Prozent planen dies für die Zukunft und 28 Prozent wollen darauf auch künftig verzichten. Rund die Hälfte (48 Prozent) hat sich mit dem Thema noch überhaupt nicht beschäftigt.
Alle Ergebnisse der Umfrage findet Ihr hier >>
Wenn ihr euch selbst unsicher seid, ob ihr in eurem Unternehmen KI einsetzen sollt, kommt gerne zu unserer KI Mittagspause für Kreativschaffende am 18. Oktober. An unserem ersten Termin werden wir einen Schwerpunkt auf die rechtlichen Aspekte legen, um die Leitplanken für den Praxiseinsetz festzusetzen und haben uns hierfür den Juristen Prof. Dr. Christian Heinze eingeladen, der zum Thema "Urheber- und datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen für die Verwendung von KI-Tools in der kreativwirtschaftlichen Praxis". referieren wird.
Mehr Infos findet Ihr hier >>
05.10.2023
Hessen Film & Medien und Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg verkünden neues, erweitertes Förder-Abkommen
Ab dem 1. Januar 2024 können Filmproduktionsunternehmen 35 Prozent der Fördermittel, die sie in Hessen oder Baden-Württemberg erhalten, ohne vorherigen Antrag auch im jeweils anderen Bundesland ausgeben. Dies gaben heute die Filmförderungen beider Länder, die Hessen Film & Medien sowie die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) bekannt. Damit wird eine Vereinbarung aus dem Jahre 2016 wesentlich erweitert, nach der 25 Prozent der Fördermittel im anderen Bundesland ausgegeben werden konnten, und dies auch nur auf vorherigen Antrag.
Die erweiterte Kooperation bedeutet für die Produktionsfirmen eine wichtige Flexibilisierung bei der Planung und Umsetzung ihrer geförderten Projekte. So können diese Firmen zukünftig wechselseitig auf Dienstleister*innen, Drehorte oder den Pool an Schauspieler*innen und Stabmitgliedern im jeweiligen Partnerland zurückgreifen. Die filmwirtschaftlichen Strukturen beider Länder mit ihren Produzent*innen, Dienstleister*innen und Kreativen können effektiver genutzt und damit insgesamt gestärkt werden.
Weniger "Förder-Tourismus" für die Branche
Indem die Fördermittel auch jenseits der Landesgrenze ausgegeben werden können, trägt das neue Abkommen auch dazu bei, dass unnötige CO2-intensive Umzüge der Filmcrews und Dreharbeiten von einem Bundesland in das andere vermieden werden können. So unterstützen beide Länderförderungen mit diesem Abkommen eine nachhaltigere Filmproduktion.
Die beiden Filmförderungen haben einen jährlichen Ausgleichsmechanismus für den Fall erarbeitet, dass mehr Fördermittel in das eine der beiden Bundesländer fließen als vice versa.
„Mit unserer seit 1. Januar 2022 geltenden Förderrichtlinie haben wir den Regionaleffekt in Hessen zugunsten der Nachhaltigkeit bereits deutlich reduziert“, erklärt Hessen Film & Medien Geschäftsführerin Anna Schoeppe. „Unsere erweiterte Kooperation mit der MFG Baden-Württemberg setzt diese Bemühung nun konsequent fort: Film- und Serienproduktionen sollen nicht mehr mit großem Aufwand und bei immensem CO2-Ausstoß durch mehrere Bundesländer reisen müssen. Gleichzeitig achten wir besonders auf die qualitative Einbindung hessischer Filmschaffender und Dienstleister. Ich bin froh, in der MFG Baden-Württemberg einen gleichgesinnten Partner gefunden zu haben, mit dem wir einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in gemeinsam geförderten Projekten leisten können.“
Der Geschäftsführer der MFG Baden-Württemberg, Carl Bergengruen:
„Wir wollen Filme fördern, die in unseren beiden Bundesländern entstehen, aber wir wollen den Produktionsfirmen dabei mehr Flexibilität geben, wo und wie sie ihre Gelder ausgeben. Und wir wollen aus ökologischen Gründen vermeiden, dass diese Firmen, nur um Fördermittel zu bekommen, an mehr Drehorten produzieren als nötig. All das erreichen wir mit diesem neuen Abkommen zwischen der baden-württembergischen und der hessischen Filmförderung. Es ist der richtige Schritt zur richtigen Zeit“, sagt Carl Bergengruen, der zugleich Sprecher des Arbeitskreises Green Shooting ist, in dem sich ein breites Bündnis der deutschen Film- und Fernsehbranche zugunsten einer nachhaltigeren Filmproduktion zusammengeschlossen hat.
Auch die Landespolitik begrüßt die flexiblere und strukturell wie ökologisch nachhaltigere Ausrichtung der Vereinbarung
„Die MFG Baden-Württemberg und die Hessen Film und Medien GmbH leisten gemeinsam erfolgreiche Arbeit. Die länderübergreifende Filmförderung wurde weiter optimiert, so dass Produktionen noch effizienter, nachhaltiger und flexibler durchgeführt werden können. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit der Fortsetzung der Kooperation den Filmstandort weiter stärken“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Arne Braun.
„Der Effekteaustausch zwischen Hessen und Baden-Württemberg ist einmalig in Deutschland und macht für Produzentinnen und Produzenten eine Förderung beider Länder attraktiv“, so Hessens Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn. „Mit der Erweiterung der Kooperation wirken wir noch stärker dem Fachkräftemangel entgegen, unterstützen nachhaltige Filmdrehs und geben den Filmschaffenden mehr Freiräume bei der Realisierung ihrer Projekte.“
Am 26. September haben die MFG Baden-Württemberg und Hessen Film & Medien die neue Kooperation bei einer gemeinsamen Location-Bootstour auf dem Neckar hessischen und baden-württembergischen Filmschaffenden vorgestellt. An Bord des „Solarschiffs Neckarsonne“ überquerten sie die Landesgrenze zwischen Heidelberg und Neckarsteinach und hatten dabei Gelegenheit, attraktive Locations beider Bundesländer kennenzulernen. Bei einem Matchmaking konnten die Filmschaffenden sich vernetzen, potentielle Synergien für anstehende Projekte finden und Fragen zur erweiterten Kooperation stellen.
Quelle: MFG Filmförderung
September
27.09.2023
Lasst Euch auszeichnen! …als KLIMAfit-Betrieb
Maximal zwölf Unternehmen sind Teil der ersten Workshopreihe KLIMAfit in Karlsruhe. Sie erstellen mit fachlicher Unterstützung eine Treibhausgasbilanz und werden bei Vor-Ort-Begehungen individuell beraten. Darauf aufbauend ermitteln Sie ein für Ihr Unternehmen abgestimmtes Maßnahmenprogramm zur Reduktion von Emissionen und Kosten.
Dieses Angebot der Klimaallianz Karlsruhe wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms KLIMAfit gefördert und von der Stadt Karlsruhe unterstützt. Je nach Unternehmensgröße beträgt der Eigenanteil 1.000 – 3.000 €. Fünf bis zwölf Unternehmen können an KLIMAfit teilnehmen.
KLIMAfit auf einen Blick
Vier Workshops
Drei Vor-Ort-Begehungen
Projektlaufzeit: 9 Monate
Auszeichnung als KLIMAfit-Betrieb
Ergebnis: Treibhausgasbilanz für Ihr Unternehmen und ein Maßnahmenprogramm zur Reduktion von Treibhausgasen
Formlose Anmeldung und weitere Information bei:
doris.andresen@ua.karlsruhe.de und auf www.karlsruhe.de/klimaallianz
22.09.2023
KOMPASS – finanzielle Unterstützung für Qualifizierungsmaßnahmen
Die Solo-Selbstständigen und Freiberufler*innen in Deutschland sehen sich oft mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert. Um diesen Unternehmern in schwierigen Zeiten unter die Arme zu greifen und ihre Geschäftsmodelle widerstandsfähiger zu machen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) das ESF Plus Programm KOMPASS ins Leben gerufen.
KOMPASS, was für "Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige" steht, bietet finanzielle Unterstützung für Qualifizierungsmaßnahmen, um Unsicherheiten zu mindern und die Konkurrenzfähigkeit dieser Gruppe zu stärken. Das Programm richtet sich an Solo-Selbstständige und Freiberufler*innen, die bereits mindestens zwei Jahre in ihrer Tätigkeit aktiv sind.
Die Hauptattraktion dieses Programms ist die nachgelagerte Erstattung von 90 Prozent der nachgewiesenen Qualifizierungskosten, die bis zu 5.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) betragen können. Dies bedeutet, dass berechtigte Teilnehmerinnen und Teilnehmer von KOMPASS einen realen Zuschuss von bis zu 4.500 Euro für ihre Geschäftsentwicklung erhalten können.
Das Programm KOMPASS ist eine wichtige Initiative, um Selbstständige in Deutschland in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber wirtschaftlichen Herausforderungen zu erhöhen.
Weitere Informationen zu KOMPASS und den Antragsverfahren finden Sie auf der Webseite des Europäischen Sozialfonds.
Unsere Formate
Bleib auf dem Laufenden über Förderungen, Events und Neuigkeiten aus der Karlsruher Kreativszene.
Newsletter
Bleib auf dem Laufenden über Förderungen, Events und Neuigkeiten aus der Karlsruher Kreativszene.